Fakten zum Korallenriff

Die Korallen an Queenslands Riffen bestehen aus einer bewegten Farben- und Formenpracht, wie Taucher und Schnorchler sie sonst nirgends auf der Welt sehen. Diese sieben Fakten helfen Ihnen, die geheimnisvolle Unterwasserwelt besser zu verstehen: >
  1. Mehr als 400 und somit etwa ein Drittel der Korallenarten weltweit leben am Welterbe Great Barrier Reef. Die schätzungsweise 8.000 Jahre alte, dünne Schicht lebender Korallen ist in den letzten 500.000 Jahren auf abgestorbenen Korallen und Algen gewachsen.
  2. Steinkorallen wachsen bis zu 1,5 Meter pro Jahr. Dabei passen sie sich ständig ihrer Umwelt an. Sie bilden gewissermaßen das Rückgrat des Riffs. Sie entstehen aus einem kalkbedeckten, polypösen Organismus, der sich zweiteilt und sein hartes äußeres Skelett zurücklässt, wenn sich ein neuer Organismus bildet.
  3. Die exotische Korallenstruktur des Riffs ist die ständige Heimat einer großen Anzahl mariner Lebewesen, zahllosen Fischen, Echinodermen, Mollusken und Mikroorganismen wie Algen und Plankton.
  4. Die meisten Weichkorallenarten leben in einer Symbiose mit mikroskopisch kleinen einzelligen Algen, die in ihrem Gewebe leben und die Wirtskoralle nähren. Diese wichtige Symbiose funktioniert nur in warmem, seichtem Wasser mit Temperaturen über 18 °C. Große Temperaturschwankungen können dazu führen, dass die Korallen die Algen austreiben, was zu Korallensterben oder Korallenbleiche führt.
  5. Das Ablaichen zur Reproduktion der Korallen ist ein nächtliches Phänomen, das jedes Jahr im späten Frühjahr oder frühen Sommer beim so genannten „Sex on the Reef“ stattfindet. Dabei laichen die Korallenpolypen gleichzeitig massenweise hübsche, pinkfarbene Eier und Spermien ins Meer ab, die zu freischwimmenden Larven werden. Eine genaue Zeitangabe ist unmöglich, die Ablaiche scheint aber mit der Wassertemperatur und den Mondphasen zusammenzuhängen. Meist findet sie in der Mondphase etwa 3-4 Tage nach einem Vollmond statt.
  6. Neben dem Klimawandel und menschlichen Eingriffen ist der Dornenkronenseestern der größte natürliche Feind des Riffs. Diese Spezies ist berühmt-berüchtigt dafür, ganze Riffe von annähernd allen lebenden Korallen zu befreien. Erfreulicherweise wachsen nach einem Ausbruch meist neue Korallen.
  7. Am Riff lebt etwa ein Viertel aller bekannten Seegrasarten. Die 500 Tang- und Algenarten tragen bedeutend zum Erhalt und zur Artenvielfalt des Riffs bei. Sie bieten zudem vielen Tieren Nahrung und bilden wichtige Lebensräume für Dugongs und bedrohte Meeresschildkröten.

Videos ansehen

360° Grad Panorama Ansichten

Opal Reef, Great Barrier Reef